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Was ist ein Lehrauftrag?


Lehraufträge sind eine wichtige Säule des Hochschulbetriebs: Nur durch sie ist die thematische und fachliche Vielfalt machbar, die für ein anwendungsnahes Studium so elementar ist. Zudem stellen Lehrbeauftragte ein wichtiges Verbindungsglied zur beruflichen Praxis dar, durch die Kontakte geknüpft und Ideen ausgetauscht werden können.

Für welchen Zeitraum werden Lehraufträge vergeben?
Vergibt die Hochschule einen Lehrauftrag, dann jeweils für die Dauer eines Semesters. Der Lehrauftrag begründet dabei kein Dienstverhältnis an der Hochschule. Vielmehr erfüllen ihn die Lehrbeauftragten in freier Mitarbeit, sie fungieren als Selbständige. Der Zeitaufwand eines Lehrauftrags beträgt in der Regel zwei Semesterwochenstunden (SWS), oftmals auch vier. Insgesamt dürfen Lehrbeauftragte jedoch nicht mehr als acht Semesterwochenstunden an ein und derselben Hochschule beschäftigt sein.

Wer entscheidet über die Vergabe eines Lehrauftrags?
Die Entscheidung, ob Lehraufträge vergeben werden, treffen die Dekaninnen und Dekane eines Fachbereichs. Ist Bedarf vorhanden, empfehlen sie dem Präsidium ihrer Hochschule, in einem bestimmten Modul Lehrbeauftragte einzusetzen. Ein Modul ist hierbei eine Lehreinheit, die sich aus mehreren Lehrveranstaltungen eines Teilfachgebiets zusammensetzt.
Hat die Hochschule eine/n Lehrbeauftragte/n angeworben, steht dieser bzw. diesem häufig eine fachlich versierte Person des Fachbereichs zur Seite: Diese unterstützen die Lehrbeauftragten bei organisatorischen und fachlichen Fragen. Die Dekaninnen und Dekane selbst sowie deren Sekretariate stehen ebenfalls für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung.

Welche Anforderungen ergeben sich aus einem Lehrauftrag?
Die Anforderungen, die sich für Lehrbeauftragte aus einem Lehrauftrag ergeben, können sehr unterschiedlich sein. Zum einen sind diese fachlich-inhaltlicher Natur: Gestalten Lehrbeauftragte eine Lehrveranstaltung inhaltlich, so müssen sie dabei die Vorgaben des Fachbereichs beachten. Diese sind im Modulhandbuch festgelegt und bestimmen, was die wesentlichen, zu erlernenden Kenntnisse des Fachs oder Moduls sind. Hierbei kann es sinnvoll sein, ExpertInnen des Fachbereichs oder die Dekane zu konsultieren, um konkrete Inhalte und den Kenntnisstand der Studierenden zu erfragen. Zum anderen ergeben sich aus der Form der Lehrveranstaltung spezifische Besonderheiten: Je nachdem, ob die Lehrbeauftragten Übungen, Seminare, Vorlesungen, Projektarbeiten oder Praktika übernehmen, müssen sie die Veranstaltung anders planen, durchführen sowie vor- und nachbereiten. In einigen Lehrveranstaltungen ist es zudem notwendig, die gelehrten Inhalte durch eine mündliche oder schriftliche Prüfung abzufragen. In diesem Fall muss die Prüfungs- und Studienordnung beachtet werden.

Wie und wann wird ein Lehrauftrag vergütet?
Die Vergütung eines Lehrauftrags erfolgt, sobald der Lehrauftrag erfüllt ist. Bei Blockveranstaltungen kann das bereits während des Semesters sein, semesterbegleitende Veranstaltungen werden hingegen am Ende des Semesters abgerechnet. Als Berechnungsgrundlage dienen dabei allein die Semesterwochenstunden, die tatsächlich an der Hochschule ausgeführt wurden. Planung, Vor- und Nachbereitung sowie Korrektur von Prüfungen werden nicht extra vergütet. Wie hoch die Vergütung ausfällt, ist individuell mit den Hochschulen zu klären, da dies zwischen den Hochschulen variiert.